Keller & Kalmbach GmbH
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Hand in Hand zum Erfolg: C. F. Maier und Keller & Kalmbach

RFID-Kanbansystem turnLOG® überzeugt durch mehr Effizienz für C-Teile

turnLOG sorgt bei C.F. Maier für eine ordentliche Lagerhaltung und effiziente Prozesse bei der Beschaffung von Kleinteilen.

Unterschleißheim, 16.05.2013: Vor etwa einem Jahr entschied sich C. F. Maier, erfolgreicher Produzent von Komponenten und Systemen aus Kunststoff und Leichtmetall für Nutzfahrzeuge, für die aktive RFID-Kanbanlösung turnLOG® von Keller & Kalmbach. Das System sorgt seitdem für eine effizientere Beschaffung, Lagerung und Bereitstellung von Kleinteilen aller Art. Beide Unternehmen ziehen nun eine positive Bilanz aus der Zusammenarbeit – die nächsten Projekte schon fest im Blick.


Wenn Sie in einen Reise- oder Stadtomnibus steigen und einen Blick in die Bus-Toilettenkabine werfen, wird diese mit großer Wahrscheinlichkeit von C. F. Maier sein. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Königsbronn gehört zu den führenden Anbietern von Komponenten und Baugruppen für den Innen- und Außenbereich von Bussen. Auch Bedienkonsolen für Bau- und Flurförderfahrzeuge sowie Karosserieteile für Wohnmobile gehören zu dem breiten Angebot des Unternehmens und dem Produktportfolio des Standortes Schillingsfürst. Hier entstehen aus Polyurethanschaum und tiefgezogenen Thermoplasten Komponenten für die Fahrzeugindustrie, die Medizintechnik, die optische Industrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Das Werk wurde turnLOG-Pilotprojekt, initiiert von Einkaufsleiter Thomas Krisch. Ziel war es, die manuelle Warenbewirtschaftung zu automatisieren.

 

Eine Marktrecherche, die sich bezahlt gemacht hat
Im Herbst 2011 startete Krisch eine Marktrecherche, um die Montage der Kleinteile im Werk in Schillingsfürst zu optimieren. Keller & Kalmbach machte bei der Projektvergabe das Rennen und überzeugte mit einer auf C. F. Maier maßgeschneiderten Logistiklösung, flachen Hierarchien sowie schnellen Entscheidungswegen. Im Februar 2012 folgte nach dem Zuschlag dann das Kick-Off zu dem groß angelegten Projekt. Anfang Mai war das System auch schon aktiv und läuft seitdem problemlos. „Die Entlastung der Mitarbeiter im C-Teile-Einkauf ist deutlich spürbar. Sie müssen sich seither um keine Anfragen, Angebotsauswertungen, Bestellungen, Rechnungsprüfungen etc. kümmern“, freut sich Krisch. Das System läuft komplett automatisch – der Prozess ist wasserdicht. Gestartet wurde mit rund 200 Behältern in 4 Kanbanregalen. Am Produktionsstandort Schillingsfürst werden 20 % DIN-Teile, wie beispielsweise Blechschrauben oder kleine Gewindeschrauben, sowie 80 % Fremdware (sogenannte Industrieteile) durch Keller & Kalmbach abgewickelt.


Wie funktioniert das System?
Die Behälter sind jeweils zweigeteilt und enthalten einen Verbrauchs- sowie einen Meldebestand. Ist der Verbrauchsbestand leer, entnimmt der zuständige Mitarbeiter den Behälter, dreht ihn um und erzeugt durch die erneute Platzierung im Regal automatisch eine Bestellung – in der Zwischenzeit nutzt er den verbleibenden Sicherheitsbestand. Möglich wird die automatisierte Bestellgenerierung durch eine Magnetschiene, die sich an der Vorderseite des Regalbodens befindet und dem Transponder, der sich an dem Behälter befindet, einen Bestellimpuls gibt. Dieser wiederum sendet ein Signal an einen Controller, der sich in max. 50m Entfernung an der Hallendecke befindet. Der Controller nimmt das Signal auf und identifiziert den Behälter eindeutig. Die Bestellung läuft im Warenwirtschaftssystem von Keller & Kalmbach ein. Kundenseitig taucht die Order im SAP-System von C. F. Maier auf. In einem individuell festgelegten Turnus und definierten Touren erfolgt anschließend die Lieferung. Die Ware wird von Mitarbeitern von C. F. Maier eingeräumt – die eindeutige Zuordnung des Lagerplatzes erfolgt durch das Etikett auf der Verpackung. Hier befinden sich neben der Sachnummer auch der Lagerort in der Halle, die Definition des Regalmeters sowie kundenspezifische Angaben. Ein fehlerhaftes Einräumen der Ware wird dadurch vermieden. Auch langes Suchen nach dem richtigen Lagerplatz entfällt – das spart wertvolle Zeit.


Kontinuierliche Ausweitung des Systems auf andere Produktionsstandorte
An der Strategie, das RFID-System auf weitere Montagebereiche an anderen Standorten auszuweiten, wird weiterhin festgehalten. Auch weitere Produktgruppen sollen abgewickelt werden. Im nächsten Schritt soll am Unternehmenssitz in Königsbronn auf turnLOG gesetzt werden – die letzten Feinheiten werden aktuell abgestimmt. „Nach der erfolgreichen Implementierung in Schillingsfürst freuen wir uns darauf, die schlanke Auftragsabwicklung ohne großen Verwaltungsaufwand und vor allem ohne Zeitverzögerungen auf weitere Werke von C. F. Maier auszuweiten“, so Holger Reinhardt, Leiter Automotive bei Keller & Kalmbach und gemeinsam mit dem Key Account Management verantwortlich für das Projekt. Die Prozesssicherheit der Lösung sei ein großes Thema – Doppelbestellungen gehören damit der Vergangenheit an. „Auch unser umfangreiches Produktportfolio über Verbindungselemente hinaus begeistert Kunden immer wieder. Dadurch unterscheiden wir uns deutlich von unseren Marktbegleitern“, berichtet Reinhardt.


Firmenprofil C.F. Maier

C.F. Maier ist eine mittelständische, international aufgestellte Unternehmensgruppe mit Schwerpunkt in der Kunststoffverarbeitung. Das 1925 in Heidenheim als Metallgießerei gegründete Unternehmen ist angesehener Partner vieler Wirtschaftszweige, vor allem der europäischen Nutzfahrzeugindustrie. Der Firmensitz der Entwicklungs- und Vertriebsfirma, die C. F. Maier Europlast, ist in Königsbronn. Von hier werden die fünf in- und ausländischen Produktionsfirmen gesteuert. Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2008 sowie dem Automobilstandard VDA 6.1 zertifiziert.




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