Keller & Kalmbach GmbH
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Mit neuem Zentrallager auf Erfolgskurs

Keller & Kalmbach feiert offizielle Eröffnung

Hilpoltstein/Unterschleißheim, 28. Oktober 2009: Mit der feierlichen Einweihung des neuen Zentrallagers in Hilpoltstein am vergangenen Freitag, 23.10.2009, setzte Keller & Kalmbach trotz Krise und schwieriger Wirtschaftslage ein Zeichen. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil feierte mit den rund 400 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, den am Bau beteiligten Firmen und ausgewählten Kunden die festliche Einweihung und würdigte den unternehmerischen Mut der Geschäftsleitung. „Investitionen sind für Mittelfranken und den Freistaat sehr wichtig, denn sie geben Mut und Zuversicht“, so Minister Zeil. Keller & Kalmbach setze mit der Investition ein deutliches Ausrufezeichen und gebe Zuversicht, die Krise gemeinsam zu meistern.

Neues Erkennungssymbol für Hilpoltstein
Die A9 hat ein neues Wahrzeichen erhalten. Zigtausenden von Autofahrern eröffnet sich seit Anfang des Jahres ein neuer Anblick, wenn Sie von Nürnberg kommend in Richtung München fahren. Auf Höhe der Ausfahrt Hilpoltstein taucht das neue Zentrallager von Keller & Kalmbach auf. In erster Linie sticht hier das Hochregallager hervor, das mit einer Höhe von exakt 38m ein Blickfang ist. Dekan Franz Josef Gerner verglich die Dimensionen des Gebäudes mit dem Turm der katholischen Kirche in Hilpoltstein „inklusive Turmkreuz“. „Eigentlich wollten wir die Fassade komplett verspiegeln, so dass sich der Himmel darin spiegelt. Auch eine mögliche Verglasung stand zur Diskussion. Die erhöhte Unfallgefahr jedoch sprach gegen die Realisierung“, so Dr. Florian Seidl, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens. Der Kompromiss ist eine Fassade, die aus weißen, glatten glänzenden Paneelen besteht und die Stimmung des Himmels und der Umgebung aufnimmt, so dass sich das Gebäude harmonisch einfügt.

Für zukünftige Anforderungen bestens gerüstet

Start des größten Bauprojektes in der über 131-jährigen Firmengeschichte war der Spatenstich im Hilpoltsteiner Gewerbegebiet Ende Februar 2008. Innerhalb eines Jahres entstand auf einer Fläche von 10.000 qm ein beeindruckender Gebäudekomplex: Das Hochregallager mit einer Länge von 123 Metern und einer Höhe von 38 Metern, das automatische Kleinteilelager, das sich mit einer blauen Fassade auf 65m Länge, 29m Breite und 14m Höhe erstreckt sowie quer dazu Wareneingang und -ausgang, Kommissionierbereich, die Qualitätssicherung auf rund 200 qm und die Geschäftsräume der Verkaufsniederlassung Nürnberg. Auch der traditionelle Rundbau – das Wiedererkennungsmerkmal der Gebäude von Keller & Kalmbach – findet sich wieder. Insgesamt misst die Grundstücksfläche 44.000 qm. Das entspricht sechs Fußballfeldern und birgt ausreichend Platz für zukünftige Erweiterungen. Das Zentrallager bündelt alle logistischen Prozesse und bietet Raum für 35.000 Paletten sowie 161.000 Kleinteilebehälter und 8.000 Kunststoffbehälter.

Die Entscheidung für den Neubau auf der grünen Wiese und damit die Investition von 21 Millionen Euro wurde getroffen, da sich das bisherige Zentrallager in Unterschleißheim an der Kapazitätsgrenze befand und keine Erweiterungen möglich waren. Zudem bestand eine Vielzahl von Filiallagern mit hohen Warenbeständen, was die Lagerhaltungskosten in die Höhe trieb. Die Lösung zur Optimierung des Warenflusses und damit der nachhaltigen Reduzierung der enormen Logistikkosten war der Bau eines neuen Distributionszentrums. Durch die idealen Rahmenbedingungen kristallisierte sich Hilpoltstein schnell als Favorit heraus. „Wir profitieren von der zentralen Lage im Herzen Bayerns, der guten Verkehrsanbindung und der Nähe zu unserem Firmensitz in Unterschleißheim“, so Dr. Ingomar Schubert, Leiter Supply Chain Management bei Keller & Kalmbach zu der Standortentscheidung. „Jetzt können wir unseren Kunden einen noch besseren Service bieten und unsere Position auf dem C-Teile Markt ausbauen. Unser Anspruch sind rasche Auftragsdurchlaufzeiten. Bestellen unsere Kunden bis 15 Uhr, so erhalten sie ihre Bestellung noch am nächsten Tag.“ freut sich Dr. Schubert.

Maßgeschneiderte Logistiklösung von Jungheinrich
Mit jahrelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Logistiksysteme setzte sich die Jungheinrich AG bei der Ausschreibung durch und fungierte während des Baus als Generalunternehmen. Dabei hielt das Projekt so manche logistische Herausforderung bereit. Hierzu zählten vor allem der straffe Terminplan und die Einbringung der Regalbediengeräte durch einen 300-Tonnen-Autokran mit einer Hakenhöhe von mehr als 80 Metern. Im Kommissionierbereich wurde das Prinzip „Ware zum Mann“ umgesetzt – ein System mit großem Steuerungsaufwand. Die Zuweisung der Aufträge wird durch das Lagerverwaltungssystem gesteuert. Der Kommissionierer bekommt die Ware automatisch angedient und richtet diese auf Paletten oder in Kartons. Die automatische Wiedereinlagerung erfolgt durch eine (computergesteuerte) chaotische Lagerplatzvergabe. So wird das Lager effizient ausgelastet. „Durch die intelligente Anordnung der Bereiche Wareneingang, Kommissionierung und Warenausgang – diese werden auch als „Vorzone“ bezeichnet – erhalten wir einen U-förmig gerichteten Materialfluss, wodurch wir Kreuzungen vermeiden und kurze Wege erhalten“ erklärt Dr. Schubert den Warenfluss. „Auf diese Weise erhalten wir sehr kurze Durchlaufzeiten“.

Schritt für Schritt Fahrt aufnehmen
Bereits Anfang Juni verließ die erste Warensendung das Zentrallager. Seitdem erfolgte die schrittweise Umlagerung der Filiallager und des Zentrallagers in Unterschleißheim – mit Ausnahme der Kanbanversorgung für die Automobilindustrie - nach Hilpoltstein. Derzeit besteht mit 2.500 Positionen pro Tag noch viel Luft nach oben. Ab 2010 soll die Vollauslastung erreicht und somit eine Anzahl von 7.000 Positionen abgewickelt werden. Arbeiten heute 50 Personen in Hilpoltstein könnte die Anzahl bei Vollauslastung des Zentrallagers möglicherweise nach oben schnellen – mittelfristig wird dies aber durch einen 2-Schicht-Betrieb aufgefangen.

Dem Umweltschutz Rechnung tragen
Auf die Beheizung des Zentrallagers mittels fossiler Brennstoffe verzichtete Keller & Kalmbach bewusst. Seit 2008 ist das Unternehmen Ökoprofit-Betrieb und somit Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz. Geheizt wird das Gebäude mittels einer Wärmepumpe und der Nutzung von Solarenergie, um eine optimierte Energieeffizienz zu erzielen. Im Sommer wird die Wärme über Sonnenkollektoren erzeugt und durch eine Wärmepumpe im Sprinklertank, der ein Fassungsvermögen von 1 Million Liter hat, gespeichert. Im Winter wird das Gebäude hiermit geheizt. An den Arbeitsplätzen in der Halle befinden sich Kohlefaserwärmeplatten, die zu einer konstanten Arbeitstemperatur führen. Auch Bürgermeister Markus Mahl würdigte die Umweltschutzbestrebungen und hob diese Art der Deckung des Energiebedarfs lobend hervor.

Vom Eisenwarenhändler zum C-Teile-Logistikdienstleister
Die Wurzeln von Keller & Kalmbach reichen bis in das Jahr 1878 zurück, in dem das Familienunternehmen als Großhandel für Schmiede gegründet wurde. Seither hat sich der Großhändler, der mittlerweile zu den Großen der Branche zählt, kontinuierlich weiterentwickelt. Heute werden Kunden mit einem breiten Produktportfolio versorgt und individuelle Logistiklösungen für eine effiziente Beschaffung von Kleinteilen implementiert. Hochqualifizierte und motivierte Arbeitskräfte spielen dabei eine wichtige Rolle. „Durch die duale Ausbildung hat Keller & Kalmbach Weitblick bewiesen.“ so Minister Zeil zu der soliden Berufsausbildung, die parallel in der Berufsschule und im Betrieb stattfindet.



Download: Luftaufnahme Keller & Kalmbach Zentrallager Hilpoltstein

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Download Außenaufnahmen: Keller & Kalmbach Zentrallager Hilpoltstein

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Download Bild: Dr. Florian Seidl (links) begrüßt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (rechts) zur feierlichen Eröffnung des neuen Zentrallagers in Hilpoltstein

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